CDU Grafenau Logo

Aktuelles

  • Sabine Kurtz

Holzvermarktung: Sabine Kurtz fordert Erhaltung einer nachhaltigen und am Gemeinwohl orientierten Waldbewirtschaftung – CDU-Landtagsfraktion unterstützt AG Wald Baden-Württemberg bei der Forderung nach einem Moratorium und einer besseren Bewertung der

„Die Forstwirtschaft erfüllt vielfältige Aufgaben für Natur und Umwelt wie für Mensch und Wirtschaft. Einerseits liefert der Wald mit dem Rohstoff Holz eine wichtige wirtschaftliche Ressource. Darüber hinaus prägt der Wald unseren Kultur- und Landschaftsraum, spielt eine große Rolle für Boden-, Wasser-, Klima- und Immissionsschutz und bietet den Menschen Ruhe und Erholung“, so Sabine Kurtz

Eine erhebliche Gefahr für die Aufrechterhaltung der traditionellen nachhaltigen Waldwirtschaft in Baden-Württemberg sieht die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete in der Forderung des Bundeskartellamts, die Holzvermarktung in Baden-Württemberg neu zu ordnen. Die Behörde strebt ein Ende der bisherigen Einheitsforstverwaltung an. Stattdessen soll es künftig zwei getrennte Verwaltungen für den Staatswald auf der einen und den Kommunal- und Privatwald auf der anderen Seite geben. „Diese Pläne erfüllen die CDU-Landtagsfraktion mit großer Sorge“, so Sabine Kurtz. Auch in den Gemeinden sowie bei Privatwaldbesitzern im Landkreis Böblingen gebe es Bedenken gegen eine Neuordnung. Befürchtet würden u.a. Verteuerungen, unklare Zuständigkeiten und eine schlechtere Beratung und Betreuung des Körperschafts- und des Privatwalds.
Gemeinsam mit ihrer Landtagsfraktion unterstützt Sabine Kurtz deshalb die Forderung der AG Wald Baden-Württemberg nach einem Moratorium. Dieser Zusammenschluss der forstlichen Verbände in Baden-Württemberg hat am 29. August eine entsprechende Bundesratsinitiative gefordert mit dem Ziel, strukturelle, organisatorische und personelle Veränderungen der südwestdeutschen Forstverwaltung vorerst auszusetzen. „Diese Zeit sollte genutzt werden, um die Rolle der Forstwirtschaft im Bereich der Daseinsvorsorge besser zu beleuchten und einen Ausgleich mit den wirtschaftlichen Überlegungen zu finden. Die Landesregierung muss ihrer Verantwortung für die Interessen des Landes, seiner Kommunen und aller Waldnutzer gerecht werden“, fordert die CDU-Landtagsabgeordnete.
„Die Kreisforstämter mit ihren Forstrevieren leisten wertvolle Arbeit gerade auch für Privatwaldbesitzer und Kommunen, die Wald besitzen“, erläutert Sabine Kurtz. Das Kreisforstamt Böblingen betreut rund 20.000 ha Wald, das entspricht gut einem Drittel der Landkreisfläche. 75 Prozent der Waldfläche im Kreis Böblingen gehören den Städten und Gemeinden, 20 Prozent dem Land Baden-Württemberg und 5 Prozent privaten Waldbesitzern. Durch die flächendeckende Betreuung aller Waldbesitzarten durch die Forstverwaltung sei die Landschaft im Landkreis Böblingen und in Baden-Württemberg in der Vergangenheit positiv geprägt und entwickelt worden. „Unser Ökosystem hat davon profitiert, genauso wie die Menschen, die im Wald Naturerlebnis und Erholung suchen“, so Sabine Kurtz.
Vor diesem Hintergrund halte sie es für falsch, funktionierende und bewährte Strukturen zu zerschlagen. „Ich fordere die Landesregierung deshalb auf, ihre Möglichkeiten im Land und im Bund zu nutzen und sich für eine gute Lösung für unseren Wald einzusetzen.“ Zentrales Ziel müsse es sein, eine umfassend nachhaltige und am Gemeinwohl orientierte Waldbewirtschaftung zu erhalten.

Zum Seitenanfang